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Sehstörung / Doppelbilder

Stand September 2021

Klas­si­sche In­di­ka­tion zur MRT-Bild­ge­bung ist die Op­ti­kus­neu­ri­tis: Der Pa­tient sieht nichts, der Au­gen­arzt sieht nichts – aber der Ra­dio­lo­ge findet die MS-De­mye­li­ni­sie­rungs­herde, sel­tener direkt im Seh­nerv, meist im sub­epen­dy­ma­len Mark­la­ger. Seh­stö­run­gen sind ein Pa­ra­de­bei­spiel neu­ro­lo­gisch-to­pi­scher Dia­gnos­tik: von der Vi­sus­min­de­rung des be­trof­fe­nen Au­ges bei Op­ti­kus­kom­pres­sion über die bi­tem­po­ra­le He­mia­nopsie bei Chias­ma­kom­pres­sion zur ho­mo­ny­men He­mian­opsie beim Pos­te­rior­in­sult. Eine prä­zi­se Fra­ge­stel­lung er­leich­tert die Aus­wahl der ge­eig­ne­ten Un­ter­su­chungs­stra­te­gie. An­spruchs­voll ist die Ab­klä­rung von Dop­pel­bil­dern. Wäh­rend die häu­fi­ge Ab­du­zens­pa­re­se (pa­ral­lel ne­ben­ei­nan­der­ste­hen­de Dop­pel­bil­der mit Zu­nah­me des Ab­stan­des bei Blick­wen­dung zum be­trof­fe­nen M. rectus la­te­ra­lis) auch idio­pa­thisch bzw. Ne­ben­wir­kung eines Dia­be­tes mel­li­tus sein kann sind kom­ple­xe­re ver­kippt ne­ben­ei­nan­der­ste­hen­de Dop­pel­bil­der mit Be­tei­li­gung meh­re­rer Hirn­ner­ven eine echte Auf­ga­be für die Bild­ge­bung: Myo­si­ti­den der Au­ge­nmus­keln, en­do­kri­ne Or­bi­tho­pa­thie, oku­lä­re Myas­thenia gra­vis, Amau­ro­sis fu­gax als Ca­ro­tis­symp­tom, To­lo­sa Hunt-Syn­drom und Keil­bein­flü­gel­me­nin­geo­me wollen gesucht und gefunden werden.

Die in­ter­nu­kle­äre Oph­thal­mop­le­gie als Stamm­hirn­symp­tom (MS), das Pa­ri­naud Syn­drom bei Be­tei­li­gung der Vier­hü­gel­plat­te oder die Ar­gyll-Ro­bert­son Pu­pil­le als Mit­tel­hirn­syn­drom ergeben ebenfalls wichtige Lo­ka­li­sa­tions­hi­nwei­se. Die vertikale Blick­parese und der upbeat Ny­stag­mus als Symp­tom der PSP hilft bei der Ein­ord­nung eines the­ra­pie­re­sis­ten­ten Par­kin­son-Syn­droms. Wich­tigs­tes Schnitt­bild­ver­fah­ren ist die MRT mit spe­ziel­len Un­ter­su­chungs­stra­te­gien für Or­bi­ta, Hy­po­ph­ysen­re­gion, hin­te­re Schä­del­gru­be/Schä­del­ba­sis, Ischä­mie-Dia­gno­stik oder MS. Zur Frage der knö­cher­nen Be­tei­li­gung z.B. bei Schä­del­ba­sis­tu­mo­ren ist die HR-­Dünn­schicht CT indiziert. Ins­be­son­dere zur Planung einer Strah­len­the­ra­pie von Me­nin­geo­men und bei der Re­zi­div-Dia­gno­stik ist die So­ma­to­sta­tin­re­zep­tor-PET/CT (Ga68-DOTA-X) weiterführend.

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