Lymphknotenschwellung
Stand September 2021
Die Vergrößerung stellt die natürliche Reaktion des Lymphknotens auf die Bewältigung seiner Aufgabe dar: bei Intensivierung seiner immunologischen Abwehrarbeit ist er „reaktiv vergrößert“ und oft auch in der Zahl vermehrt. Im Einzelfall kann die Abgrenzung zu einer Lymphomerkrankung schwierig sein und eine bioptische Abklärung erfordern. Hilfreich ist selbstverständlich die B-Symptomatik mit Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust. Wenn vergrößerte Lymphknoten nicht auf einen Infekt zurückgeführt werden können, steht der Verdacht auf eine Malignomerkrankung, bei Sicherung einer Lymphknotenmetastase i.S. eines CUP-Syndroms (carcinoma of unknown primary) im Raum. Hier ist eine eingehende Kenntnis der typischen Lymphabflusswege nötig, um einen möglichen Primärtumor zu identifizieren.
Selbstverständlich können auch andere Tumoren wie Schwannome oder Glomustumoren mit vergrößerten Lymphknoten verwechselt werden. Größe und Form sind in CT und MRT immer noch die zentralen Parameter zur Unterscheidung zwischen maligne und benigne/reaktiv. Die diffusionsgewichteten Sequenzen und die Kontrastmitteldynamik erhöhen die diagnostische Genauigkeit nur marginal. Die Glukosestoffwechselaktivität in der FDG-PET/CT hat sich als deutlich trennschärferer Diskriminator erwiesen, aber eine hundertprozentig sichere Unterscheidung ist immer noch nicht möglich.
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