Leistenschmerz
Stand September 2021
Hinter dem Leistenschmerz kann sich eine große Bandbreite verschiedener Erkrankungen verbergen: klassisch ist die Apophyseolyse des Ursprunges des M. rectus femoris bei jungen Fußballspielern oder der Leistenbruch, der üblicherweise chirurgisch diagnostiziert wird und gar nicht erst zur Bildgebung kommt. Hüftgelenkserkrankungen werden in die Leiste projiziert und hohe lumbale Bandscheibenvorfälle oder Nierenerkrankungen bzw. ovarielle Raumforderungen können in die Leiste ausstrahlen. Selbstverständlich führen auch primäre oder sekundäre Tumoren des knöchernen Beckens zu Leistenschmerzen. Hüftkopfnekrosen insbesondere im Frühstadium, Labrumläsionen und Enthesiopathien sind am besten in der MRT erkennbar. Bei Verdacht auf eine reponierbare Leistenhernie können schnelle Sequenzen auch unter Valsava akquiriert werden, führen aber aufgrund der Bewegungsartefakte selten zu besseren Ergebnissen als der einfache Ultraschall.
Die direkte Arthrographie mit CT-gestützter intraartikulärer Kontrastmittelinjektion ist der Bildgebungs-Goldstandard für die Labrum- und Knorpeldiagnostik. Bei knöchernen Prozessen (vordere Beckenringfraktur, Osteolyse) besteht insbesondere zur Stabilitätsbeurteilung die rechtfertigende Indikation zu einer Computertomographie. Ovarialtumoren werden, wenn sie nicht schon aus dem transvaginalen Ultraschall bekannt sind, kernspintomographisch charakterisiert und zur Frage Nierenkolik wird eine Niedrigdosis-Nativ-CT zur Identifikation kalkhaltiger Konkremente durchgeführt, ggf. ergänzt durch eine CT- oder MRT-Urographie. Letztere ist insbesondere bei Vorliegen einer Nierenfunktionseinschränkung auch ohne Kontrastmittel durchführbar.
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