Leberwerterhöhung
Stand September 2021
Eine häufige Frage ist die Charakterisierung einer z.B. im Ultraschall aufgefallenen fokalen Leberläsion. Hier können wir mit leberspezifischen Kontrastmitteln und der Kernspintomographie sehr gut zwischen gutartigen Hämangiomen, FNH, Adenomen und malignomverdächtigen Herden (Leberzellcarcinom, Gallenwegskarzinom, Metastasen) unterscheiden. Schwieriger ist die Frage nach diffusen Lebererkrankungen, die sich z.B. mit einer Leberwerterhöhung ausdrücken. Einfachstes Maß sowohl einer Steatosis hepatis (Fettleber, verminderte Dichte) als auch einer Zirrhose/Hämochromatose (erhöhte Dichte) ist die Nativdichte in der Computertomographie. Mit kernspintomographischen Spezialsequenzen kann man den Fettgehalt und den Lebereisengehalt quantifizieren und kartieren. Einen bindegewebigen Umbau (Leberzirrhose) erkennen wir leider erst in fortgeschrittenen Stadien an Änderungen der Lebergröße, Gestalt (Betonung des rechten Leberlappens), Oberfläche (nodulär) und Binnenstruktur (Regeneratknoten).
Mindestens genauso wichtig ist die Identifizierung möglicher Ursachen für eine diffuse Lebererkrankung: Thrombose der Pfortader oder der Lebervenen (Budd Chiari), arterielle Perfusionsstörungen, vermehrte Zellularität des Knochenmarkes bei Hämochromatose, Galleabflussstörungen (primär biliäre Zirrhose), Lymphabflussstörungen (Lymphom, M. Ormond/IgG assoziierte Erkrankungen) oder neuroendokrine gastrointestinale Tumoren. Während die Ersteren die Domäne der Schnittbildgebung (CT und MRT) sind, erfordern Letztere den Einsatz der PET/CT mit F-DOPA oder Wachstumshormonrezeptorliganden Ga68-DOTA-TOC/-TATE.
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