Heiserkeit
Stand September 2021
Heiserkeit ist als zentrales Symptom jeder Erkältungserkrankung, einer viralen Kehlkopfentzündung oder nach stimmlicher Überbeanspruchung rasch vorübergehender Natur. Heiserkeit beschreibt die Änderung der Stimmlage, einen vermehrten Geräuschanteil, im Gegensatz zur Aphonie, die den Stimmverlust nur noch mit Flüsterstimme beschreibt. Der Ausfall des N. laryngeus superior führt durch die Lähmung des M. cricothyroideus zum Verlust der Spannungsfähigkeit der Stimmlippen und damit zu einer verminderten stimmlichen Leistungsfähigkeit mit Ausfall der hohen Töne. Lähmungen des N. laryngeus recurrens führen zur Aufhebung der respiratorischen Beweglichkeit der betroffenen Stimmlippe. Bei einseitigen Lähmungen besteht eine Heiserkeit, deren Grad je nach der Position der gelähmten Stimmlippe stark variiert. Je weiter die Stimmlippe medial steht, desto besser ist der Glottisschluss und somit auch die Stimmqualität.
Bei beidseitigen Lähmungen steht zumeist die Atemnot im Vordergrund. Diese ist umso stärker ausgeprägt, je enger die Glottis ist. Aus Sicht der Bildgebung ist die Heiserkeit Leitsymptom für Larynxtumoren und für Bronchialcarcinome/Lymphome mit Recurrensbeteiligung, also Pancoast-Tumoren oder Subclaviaummauerung. Als Nebensymptom treten Räusperzwang und Stimmveränderungen auch bei Schilddrüsenfehlfunktionen, z.B. Autoimmunthyreoiditis oder deutlicher Unterfunktion auf. Jede länger als drei Wochen bestehende Heiserkeit soll weiter abgeklärt werden. Neben der Laryngoskopie kommen als nichtinvasive Alternativen CT und MRT der Halsweichteile und endokrinologische Laboruntersuchungen in Betracht.
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