Extrapyramidalmotorische Bewegungsstörung
Stand September 2021
Sowohl Verlangsamung der Bewegung und/oder der Mimik bzw. des Gefühlsausdruckes als auch Intensivierung der Bewegung, Bewegungsunruhe, geschraubte Bewegungen, krampfartige Verdrehungen oder werfende plötzliche Bewegungen können Ausdruck einer Funktionsstörung der Basalganglien sein. Grundsätzlich handelt es sich bei den zugrundeliegenden Erkrankungen um neurologisch-klinische Diagnosen, bei denen Bildgebung eine untergeordnete Rolle spielt: M. Parkinson, Chorea Huntington, Chorea minor, Gilles de la Tourette Syndrom oder Nebenwirkungen einer antidepressiven Medikation (Neuroleptika). In einzelnen Fällen obliegt es jedoch auch dem Bildgebungsdiagnostiker, einen derartigen Verdacht als Anregung zur weiteren neurologischen Abklärung auszusprechen. Bei der Diagnosestellung eines M. Parkinson sollten durch eine MRT des Kopfes sekundäre Formen ausgeschlossen werden.
Hilfreich ist dabei eine hochauflösende Darstellung der Substantia nigra und des Nigrosom 1 in der suszeptibilitätsgewichteten Bildgebung, möglichst an einem 3T Gerät. Auch die statistisch-parametrische Analyse eines volumetrischen 3D-Dünnschichtdatensatzes oder des Glukosemetabolismus kann bei der Diagnose unterstützen. Eine echte Aufgabe der morphologischen und metabolischen Bildgebung ist jedoch die Gruppe der Parkinson-Plus-Syndrome: PSP Steel Richardson Olschewsky, Multisystematrophie, Kortikobasale Degeneration. Hierbei ist die Visualisierung des präsynaptischen Dopaminstoffwechsels, z.B. mittels F-DOPA-PET und des Glukosestoffwechsels mit statistisch-parametrischer Analyse weiterführend.
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